VS 17.14.6 vs. Sentry – MAUI-iOS-Builds plötzlich scheitern

Bis Mitte Juni 2025 ließ sich ein MAUI-Projekt mit dem Sentry-SDK problemlos für iOS/Mac Catalyst bauen. Nach dem Update auf Visual Studio 17.14.6 (Windows) hagelt es jedoch vier kryptische Cocoa-Fehler – alle verweisen auf eine Sentry.Bindings.Cocoa.xcframework in deinem lokalen NuGet-Cache. Der Build bricht ab, lange bevor Xcode oder der Apple-Linker ihr Werk tun. GitHub

Die Community hat den Common-Denominator schnell gefunden:

  • VS 17.14.5 → Build OK

  • VS 17.14.6 → Build KO („incorrect or unknown format … is a symlink“) GitHub

Warum passiert das mit Sentry?

  1. Neue MAUI-Toolchain
    VS 17.14.6 enthält eine aktualisierte maui-publish-Pipeline. Beim Schritt native assets processing entpackt sie jede .xcframework in ein temporäres Verzeichnis.

  2. Symlinks in Sentry
    Sentrys Cocoa-Binding nutzt symbolische Links, um mehrere Binär-Slices (iOS 17, Catalyst 17 etc.) in einer Zip zu bündeln. Die neue Pipeline verweigert jedoch Symlinks unter Windows und schmeißt einen incorrect or unknown format-Fehler.

  3. Falscher Suchpfad
    Parallel verschiebt VS 17.14.6 einige .NET-iOS-SDK-Ordner. Der Remote-Build-Agent auf dem Mac sucht daraufhin Framework-Header an einer Stelle, die es nicht mehr gibt – und meldet ein generisches cocoa-error (pfadlos). GitHubGitHub

Work-arounds, die mit Sentry wirklich helfen

OptionAufwandEffekt
VS zurück auf 17.14.5 (Installer → „Rollback“)5 minBuild läuft wieder – bestätigt von mehreren Issues GitHub
Sentry vorübergehend entfernen2 minProjekt baut, aber kein Monitoring
Warten auf Patch (VS 17.14.7 oder Sentry 5.10.1+)?Microsoft & Sentry-Team haben Bug als Regression markiert GitHub

Tipp: Downgrade reicht meist; dein Mac-Agent muss nicht angefasst werden.


Mein persönliches Fazit

Dass eine Minor-Version von Visual Studio ein beliebtes Monitoring-SDK ausknockt, zeigt, wie fragil die Tool-Chain rund um MAUI noch ist. Ich empfehle aktuell:

  1. Locken der VS-Version in CI/Build-VMs.

  2. NuGet-Restore im Cache prüfen – korruptes Sentry-Paket löschen, bevor man stundenlang nach Pod-Fehlern sucht.

  3. Bei wichtigen Releases: erst patchen, dann deployen – nie umgekehrt.

Bleibt zu hoffen, dass Microsoft die Symlink-Verarbeitung bald fixt. Bis dahin hilft nur „ein Schritt zurück“ – und natürlich ein gutes Monitoring für die Build-Pipeline selbst. 😉

Hast du ähnliche Stolpersteine? Lass es mich wissen – gemeinsam finden wir den Work-around, bevor der nächste Patch-Dienstag zuschlägt.

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